Störungsbilder in der Logopädie in Dortmund

Sprach-, Sprech-, Stimm- und Schluckstörungen können Menschen jeden Alters betreffen. Je nach Ursache zeigen sich die Beschwerden unterschiedlich und erfordern eine gezielte logopädische Behandlung. In unserer Praxis begleiten wir Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit individuell abgestimmten Therapien. Nachfolgend finden Sie einen Überblick über die häufigsten Störungsbilder.

Sprachentwicklungsstörungen SEV

Sprachentwicklungsstörungen treten häufig im Kindesalter auf. Kinder entwickeln ihren Wortschatz, ihre Grammatik oder ihre Aussprache langsamer als Gleichaltrige oder haben Schwierigkeiten beim Sprachverständnis. Ursachen können unter anderem genetische oder organische Besonderheiten sowie Hörbeeinträchtigungen sein. Durch eine frühzeitige Förderung können sprachliche Fähigkeiten gezielt unterstützt und die Kommunikation im Alltag verbessert werden.

Artikulations- und Aussprachestörungen / Dyslalie

Bei Artikulations- und Aussprachestörungen werden einzelne Laute nicht korrekt gebildet oder ersetzt. Dadurch kann die Verständlichkeit eingeschränkt sein. Die Therapie hilft dabei, die richtige Lautbildung zu erlernen und die Aussprache schrittweise zu verbessern. Ziel ist eine klare und sichere Kommunikation im Alltag.

Sprachverständnisstörungen

Kinder oder Erwachsene mit Sprachverständnisstörungen haben Schwierigkeiten, gesprochene Inhalte richtig zu erfassen oder Anweisungen umzusetzen. Die Therapie unterstützt dabei, Sprache besser zu verstehen, Zusammenhänge zu erkennen und sprachliche Informationen sicher zu verarbeiten.

Stottern & Poltern

Redeflussstörungen können den Alltag in allen Altersgruppen erheblich beeinflussen. Beim Stottern kommt es zu Blockaden, Wiederholungen oder Dehnungen von Lauten und Wörtern. Poltern zeigt sich meist durch ein sehr schnelles und unregelmäßiges Sprechtempo. Ziel der Therapie ist ein entspannteres Sprechen sowie mehr Sicherheit in Gesprächen.

Myofunktionelle Störungen

Myofunktionelle Störungen betreffen die Muskulatur im Mund- und Gesichtsbereich. Häufig zeigen sich ein falsches Schluckmuster, eine unausgeglichene Lippen- oder Zungenfunktion oder Schwierigkeiten im Zusammenhang mit kieferorthopädischen Behandlungen. Mit gezielten Übungen werden Bewegungsabläufe verbessert und die Muskulatur gestärkt.

Stimmstörungen

Stimmstörungen können funktionelle oder organische Ursachen haben. Betroffene leiden häufig unter Heiserkeit, eingeschränkter Belastbarkeit der Stimme oder einer dauerhaft rauen Klangqualität. Auch Stimmbandknötchen oder Veränderungen nach Erkrankungen können behandelt werden. Ziel ist eine belastbare und gut einsetzbare Stimme.

Schluckstörungen (Dysphagie)

Schluckstörungen treten häufig nach neurologischen Erkrankungen oder Operationen auf. Essen und Trinken können dadurch erschwert werden. Die Therapie unterstützt dabei, den Schluckvorgang zu verbessern und das Risiko von Komplikationen zu verringern. Gleichzeitig wird die Selbstständigkeit im Alltag gefördert.

Aphasie

Eine Aphasie entsteht meist nach einem Schlaganfall oder einer anderen Schädigung des Gehirns. Sprache kann dabei in unterschiedlichem Ausmaß betroffen sein. Das Sprechen, Verstehen, Lesen oder Schreiben fällt häufig schwer. Durch gezielte Übungen werden vorhandene Fähigkeiten aktiviert und Kommunikationsmöglichkeiten erweitert.

Dysarthrie

Dysarthrie ist eine motorische Sprechstörung, bei der Atmung, Stimme oder Artikulation beeinträchtigt sind. Ursachen sind häufig neurologische Erkrankungen wie Morbus Parkinson, Multiple Sklerose oder ALS. Die Therapie unterstützt eine deutlichere Aussprache und verbessert die Verständlichkeit.

Sprechapraxie

Bei einer Sprechapraxie fällt die Planung von Sprechbewegungen schwer. Obwohl Muskulatur und Verständnis häufig erhalten sind, gelingt die gezielte Lautbildung nur eingeschränkt. Die Behandlung trainiert Bewegungsabläufe und hilft dabei, Sprache wieder sicher einzusetzen.

Auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörungen (AVWS)

Kinder mit einer auditiven Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung hören normal, haben jedoch Schwierigkeiten, akustische Informationen richtig zu verarbeiten. Dies kann das Sprachverständnis sowie das Lesen und Schreiben beeinflussen. Die Therapie fördert die Hörverarbeitung und stärkt sprachliche Fähigkeiten.

Neurologisch bedingte Sprach-, Sprech- und Schluckstörungen

Neurologische Erkrankungen wie Schlaganfall, Hirnblutung, Parkinson, Multiple Sklerose, ALS oder Demenz können Sprache, Sprechen und Schlucken beeinträchtigen. Die Therapie orientiert sich an den individuellen Einschränkungen und unterstützt dabei, Fähigkeiten möglichst lange zu erhalten oder wieder aufzubauen.

Kehlkopflose (Laryngektomierte) / Stimmrehabilitation nach Kehlkopfentfernung

Nach einer Kehlkopfentfernung verändert sich die Kommunikation grundlegend. In der Therapie lernen Betroffene den Umgang mit verschiedenen Ersatzstimmen, beispielsweise der Ruktusstimme, einer elektronischen Sprechhilfe oder einer Stimmprothese. Ziel ist es, eine verständliche Kommunikation im Alltag wieder zu ermöglichen.

Behandlung für Kinder und Erwachsene

Wir behandeln Patientinnen und Patienten aller Altersgruppen. Die Therapie findet in unseren Praxisräumen statt. Liegt eine entsprechende ärztliche Verordnung vor, sind auch Hausbesuche möglich. Jede Behandlung orientiert sich an den persönlichen Bedürfnissen und wird auf die jeweilige Situation abgestimmt.

Schwarzes Telefonhörer-Symbol auf weißem Hintergrund

Lernen Sie unser Team persönlich kennen und vereinbaren Sie einen Termin für eine individuelle Beratung. Wir freuen uns darauf, Sie in unserer Praxis begrüßen zu dürfen.